Theatergilde: Premiere am 6. Mai

Die Theatergilde Louisenlund präsentiert

István Tasnádi
Staatsfeind Kohlhaas

Wie wird einer zum Wutbürger? Gar zum Terroristen? Das Stück des zeitgenössischen ngarischen Autors zeigt, wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann.

Mitte 16. Jahrhundert. Michael Kohlhaas, Pferdehändler aus dem Brandenburgischen, wird eines Tages an der Ausübung seiner Geschäfte gehindert. Am Grenzübergang nach Sachsen soll er ohne jede g esetzliche Grundlage einen Passierschein vorweisen. Um überhaupt weiterziehen zu können, muss er zwei seiner Pferde als Pfand zurücklassen.

Als er zurückkommt, sind sie zerschunden. Kohlhaas verlangt sie gesund zurück, pocht auf sein Recht. Auch die Gerichte helfen ihm nicht. Schikane, Vetternwirtschaft, Willkür. Schließlich verliert er noch seine Frau im Kampf um die Pferde.

Jetzt kennt er keine Grenze mehr. Brandstiftung, Mord und Totschlag – Selbstjustiz. Kohlhaas ist nicht mehr aufzuhalten. Immer größere Bataillone des Kurfürsten stellen sich seinem Heerhaufen entgegen. Vergeblich. Martin Luther schaltet sich ein. Trotzdem geht es übel aus.

Tasnádi hat Heinrich von Kleists Novelle „Michael Kohlhaas“ dramatisiert und dafür einen bühnenwirksamen Kniff gefunden. Er erzählt den Stoff aus der Perspektive der beiden Pferde. Dabei geraten die Ansprüche an Ehre und Gerechtigkeit in einen bedenklichen Widerspruch zum Kreatürlichen, also zum Leben selbst.

Samstag, 6. Mai 2017 (Premiere)
Sonntag, 7. Mai | Dienstag, 9. Mai | Donnerstag, 11. Mai
Jeweils 19.30 Uhr | Kunst- und Kulturhalle Louisenlund

Eintritt frei. Spenden erbeten.

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