Eine unglaubliche Reise - BBS Fahrt nach Dresden

Der Altlouisenlunder Bund hat einigen von uns im Rahmen der Berufsfindungsangebote des Altschülerbundes die Möglichkeit geboten, Einblick zu nehmen in ein besonders herausragendes Unternehmen des ALB-Mitglieds Markus Rustler und seiner Firma Theegarten pactec GmbH & Co. KG. Die Einladung zur Firmenbesichtigung hat der Geschäftsstellenleiter des Altlouisenlunder Bundes, Wolfgang Kuntze, für den ALB Vorstand in die Hand genommen und uns so eine wirklich informative und lehrreiche Fahrt geboten und sorgte außerdem als unser Begleiter stets für gute Laune und unser Wohlergehen.

Am 14. Juli 2016 haben wir uns mit einer kleinen Gruppe von Schülern im lundeigenen VW-Bus vom Internat Louisenlund auf den Weg nach Dresden gemacht. Voller Neugier machten wir uns am darauf folgenden Morgen auf dem Weg in die angekündigte Firma. Wir waren ein wenig müde von der langen Reise am Vortag, doch unsere Neugierde konnten wir trotz allem nicht verstecken. Auf dem Weg dorthin staunten wir über die Sehenswürdigkeiten wie die Frauenkirche und die vielen alten Gebäude, die mit ihrem natürlichen Altbau-Charme all unsere Blicke auf sich zogen. Am Ziel angekommen waren wir überrascht, dort kein altes Gebäude zu sehen, sondern ein super modernes Firmengebäude.

In der luxuriösen, modernen Empfangshalle wurden wir sehr herzlich empfangen und mussten auch nicht lange warten, bis uns Markus Rustler persönlich empfing. Als erstes vermittelte er uns in einer kleinen Präsentation die theoretische Komponente, was es heißt, in einem mittelständischen Unternehmen zu arbeiten und wie komplex ein solches Unternehmen ist. Von Beginn an zog er uns in seinen Bann und weckte unser Interesse, indem er seine Präsentation mit Witz und Charme vortrug. Die gesamte Atmosphäre empfanden wir Schüler als sehr locker und entspannt, was zum großen Teil an Markus‘ herzlicher Art lag und auch daran, dass wir alle etwas gemeinsam hatten.

Wir sind oder waren alle Louisenlunder und verbrachten so den schönsten Teil unserer Jugend an demselben Ort und haben alle dieselben lustigen und unvergesslichen Momente erlebt. „Die gleichen Geschichten, die einen verbinden“, so Markus.

Markus Rustler ist der Geschäftsführer der Firma „Theegarten pactec GmbH & Co. KG“, zusammen mit seinem Partner Dr. Egbert Ruhm, der sich im Gegensatz zu Markus um die technischen Angelegenheiten kümmert. Markus ist verantwortlich für den kaufmännischen Bereich und zusammen mit seinem Partner entwickeln sie effiziente, umweltverträgliche und innovative Verpackungslösungen, die sich stetig an den wachsenden Marktbedarf anpassen.

Das Unternehmen ist seit 82 Jahren in Familienbesitz, doch die Führung wird nicht von den Eltern erzwungen, sondern wird von demjenigen fortgeführt, dessen Herz und Seele für das Unternehmen schlägt.

Das Unternehmen entwickelt und produziert Verpackungslösungen für Food- und Non-Food- Produkte. Diese Maschinen werden speziell für den Kunden und sein Produkt angefertigt und dann in bestimmter Stückzahl per Schiff, Lkw oder Flugzeug in das gewünschte Land transportiert. Dabei werden die modernsten Konstruktionsmethoden und hochwertige Materialien verwendet, um dem Kunden die gewünschten Serviceleistungen zu bieten.

Bis vor einigen Jahren befand sich das Unternehmen noch in Köln, doch nach der Wende zog das Unternehmen um nach Dresden. Diesen Vorgang haben wir natürlich hinterfragt, da es ja nicht so häufig vorkommt, dass ein ganzes Unternehmen einfach so den Standort wechselt, doch der Umzug war erfolgreich, was zum größten Teil darin liegt, dass Dresden die Wiege des Maschinenbaus ist.

Alle Lieferanten für die Herstellung der Maschinen befinden sich im direkten Umkreis von Dresden, was kurze Transportwege und so auch weniger Schadstoffbelastung bedeutet, außerdem spielte die Größe der Baufläche eine weitere zentrale Rolle, da die Firma so die Möglichkeit hat, vor Ort zu expandieren und dadurch auch ein größeres wirtschaftliches Wachstum erzielen kann.

Am Nachmittag besichtigten wir die riesigen Lagerhallen und Maschinen und waren fasziniert von der Technik, Schnelligkeit und Präzision einer solchen Maschine. Die Maschinen werden so flexibel auf das zu verpackende Produkt abgestimmt, dass es die schnellste Maschine schafft, 2.300 Stück innerhalb einer Minute zu verarbeiten.

Nicht jedes Produkt ist gleich, so müssen alle Maschinen von den Mitarbeitern einigen Testläufen unterzogen werden, damit das Produkt optimal geleitet und eingepackt wird, ohne dass am Ende abstehende Ecken oder Falten zu sehen sind.

Markus Rustler und sein Partner legen nicht nur Wert auf die Zufriedenheit der Kunden, sondern auch auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Das moderne Gebäude bietet allen Mitarbeitern eine hervorragende Kantine und sehr gepflegte sanitären Anlagen.

Die gesamte Ausstattung hat Markus zusammen mit seiner Frau selbst in die Hand genommen. Jeder Konferenzraum hat seinen eigenen Namen und ist geschmückt mit modernen Bildern, die optimal zu den Raumnamen passen. Diese Details lassen erkennen, wie viel Leidenschaft und Identifikation der Familie Rustler in dem Unternehmen steckt.

Wir bedankten uns mit zwei kleinen Geschenken, bei denen es vielmehr um den ideellen Wert ging, einen Kasten Holsten Edel und einen Louisenlundwimpel, damit Markus Rustler sich an die Jahre seiner Jugend zurück erinnern konnte.

Im Anschluss sahen wir uns zusammen mit Wolfgang Kuntze die schönsten Sehenswürdigkeiten Dresdens an, was unsere Reise zusätzlich bereicherte.

Anschließend trafen wir uns mit Markus Rustler in der Dresdner Altstadt, um dort gemeinsam mit ihm zu Abend zu essen. Wir saßen auf der Dachterrasse des Lokals in der Sonne, die, wie es schien, extra für uns herauskam, um den Tag perfekt ausklingen zu lassen.

Die Frage „Was willst du mal sein?“ wird mich dank Markus mein Leben lang begleiten und mich immer daran erinnern, dass es für jeden einen geeigneten Studiengang, Beruf oder Ausbildungsplatz gibt und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass ich auch einen Beruf finde, den ich mit einer solchen Leidenschaft ausüben kann, wie es Markus Rustler tut. Diese kurze Reise in die große Welt des Maschinenbaus hat mich ein wenig näher an mein Ziel gebracht und meinen künftigen Werdegang ein Stück weit beeinflusst, sodass ich Markus und Wolfgang von ganzem Herzen danke, dass sie mir, oder besser gesagt uns, diese unglaubliche Chance gegeben haben, die Berufswelt besser kennenzulernen.

Markus hat uns gezeigt, dass es gerade in der heutige Welt wichtig ist, drüber nachzudenken worauf man im Leben eigentlich Wert legt und dass es wichtig ist, seinen eigenen Weg zu gehen und nicht den Weg zu gehen, den einem andere Menschen empfehlen, aufzwängenoder in den Schoß legen.

Anna Petersen
Lotto, Wolfgang, Anna, Ursula, Ferdi, Freddy, Lasse, Markus

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