Bericht über Rudolf von Spreckelsen

Berichterstattung über Rudolf von Spreckelsen als "Mensch des Jahres"

Auszug aus der Eckernförder Zeitung vom 01. November 2013:

Foto von Rudolf von Spreckelsen

Rudolf von Spreckelsen – großes Engagement für Meerforellen

Landwirtschaft und Natur – für Rudolf von Spreckelsen sind das keine Gegensätze. Geboren und aufgewachsen in Bösby (Holzdorf) ist er durch und durch Landwirt und hat eine enge Beziehung zu seiner Heimat Schwansen. Der 77-Jährige engagiert sich Zeit seines Lebens ehrenamtlich in Verbänden, begründete die Wählergemeinschaft Holzdorf-Söby mit, war als CDU-Fraktionsvorsitzender in der Gemeindevertretung in Holzdorf, aktiv beim Bauernverband und bei der Landwirtschaftskammer, beteiligte sich an der Koordinierung der Hilfe während der Schneekatastrophe 1978/79 und hat das Zepter beim Boden- und Wasserverband Bornbek-Bienebek seit 38 Jahren fest in der Hand. „Die Arbeit macht mir einfach Spaß und hält mich jung“, sagt er.

Bereits 1996 übergab er 60-jährig seinen Hof, arbeitete noch fünf Jahre als Angestellten, bevor er sich ganz den Aufgaben des WBV verschrieb. Und da der Verband seine Gewässer gut in Schuss hat, hatte er Zeit rechts und links zu schauen. Dabei erkannte er die Chancen, mit EU-Mitteln die Gewässer und mit ihnen Tiere und Pflanzen in seiner Heimat zu schützen.

Er initiierte Ackerrandstreifen- und Gewässerrandstreifenprogramme und pflegte den Kontakt zu Landwirten und Landeigentümern. Seit fünf Jahren setzt er jährlich Meerforellen in die Verbandsgewässer aus (6000 Stück bisher). Die Krönung aber ist die Renaturierung des rund 650 Meter langen Unterlaufs der Siesbek, die er für den WBV 2012 in zwei Schritten umsetzte. Mit seinen Konzepten fand er Gehör bei Land, Kreis und Verbänden, bekam Zuschüsse und Zusagen und wurde nach Abschluss der Arbeiten von allen Seiten gelobt. Den Schlüssel zum Erfolg sieht er in seiner Offenheit und seinem Bestreben, immer mit offenen Karten zu spielen.

Mit viel Eigeninitiative übernahm er sogar die Bauleitung für den zweiten Abschnitt. Dabei kam ihm sein Fachwissen als Tiefbauer zu Gute. Fünf Jahre lang hatte er vor der Hofübernahme 1964 in Bösby bei einem Straßenbaubetrieb gearbeitet. Nivellieren, Profile einmessen und Landschaft bewegen, verband er mit der Freude, den ehemals tief in die Koppel eingeschnittenen Bachlauf der Siesbek zu befreien und dem Bach wieder Platz zu verschaffen.

Blickt von Spreckelsen heute auf den Bach, dann freut er sich und dankt allen Weggefährten, die ihn und den WBV unterstützten. „Ich würde es wieder so machen“, sagt er und hat auch schon das nächste Projekt am Haken. Der Unterlauf der Bienebek soll für den Fischaufstieg hergerichtet werden – ein Bewilligungsbescheid über 60 000 Euro liegt dem WBV bereits vor. „Wenn wir das nicht machen geht das Geld wo anders hin“, stellt er fest.


Quelle und vollständiger Onlinebericht: https://www.shz.de/3925016
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